Fleischersatzprodukte sollen nicht Wurst oder Burger heißen, sagt das EU-Parlament. Warum sie sich durch das Verbot verschaukelt fühlen, erklären Sie bei Anruf an alle.
Fleischersatzprodukte sollen nicht Wurst oder Burger heißen, sagt das EU-Parlament. Warum sie sich durch das Verbot verschaukelt fühlen, erklären Sie bei Anruf an alle.
Das Europaparlament hat im Oktober für ein Verbot von Produktbezeichnungen wie "Veggieburger" oder "Sojaschnitzel" gestimmt. Initiiert wurde das Ganze von einer konservativen Abgeordneten aus Frankreich. Angeblich, um Verbraucher vor Verwechslungen zu schützen. Allerdings finden Verbraucherschützer das Vorhaben genauso wenig sinnvoll wie große Lebensmittelketten. Eine Namensänderung erschwere es Verbrauchern, die gesuchten Produkte zu finden, schreiben Aldi und Lidl sowie Fleischersatz-Hersteller in einem offenen Brief (PDF). Sie fürchten wirtschaftliche Einbußen. Die Organisation Foodwatch nennt das geplante Verbot "Lobbyismus im Dienste der Fleischindustrie". Bundeskanzler Friedrich Merz sieht das wohl anders, in einer Talkshow sagte er: "Eine Wurst ist nicht vegan."
Wir haben Sie gefragt, wie Sie auf die Debatte blicken. Sollte man vegane Wurst weiterhin Wurst nennen? Oder ist es verwirrend, wenn ein Veggie-Produkt Mortadella oder Burger heißt? Die meisten Menschen, die sich bei uns gemeldet haben, finden die Diskussion albern. "Natürlich soll die vegane Wurst "Wurst" heißen. Wie denn sonst?", fragt ein Anrufer. Vegane und vegetarische Ersatzprodukte seien deutlich gekennzeichnet, man solle die Verbraucher "nicht für dumm erklären", fordert eine andere. Man soll die Verbraucher "nicht für dumm erklären", fordert eine andere.
Eine Verwechslungsgefahr mit Fleischprodukten sieht unter den Anrufenden niemand. Warum einige von Ihnen dem Vorstoß trotzdem etwas abgewinnen können, hören Sie in Episode 70 von Anruf an alle. Mehr über das Geschäft mit Fleischersatzprodukten erfahren Sie im Podcast "Ist das eine Blase?".
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